Steirisches Kürbiskernöl im Test bei der WDR-Servicezeit

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Steirisches Kürbiskernöl im Test bei der WDR Servicezeit

Steirisches Kürbiskernöl im Test – was ist dran und drin?

Kürbiskernöl ist aktuell der Renner in deutschen Küchen und hat sich neben Oliven- und Pflanzenöl einen Platz in den Kochregalen ergattert. Allen voran steirisches Kürbiskernöl – eine regional geschützte Marke – ist der Trendsetter und Inbegriff der neuen, gesunden Küche. Besonders für Salate, in Suppen oder auch für Süßspeisen eignet sich das nussige Öl und ist nicht mehr nur unter Gourmets ein Geheimtipp.[sg_popup id=5]

Die WDR-Servicezeit hat sechs verschiedene, steirische Kürbiskernöle im Test unter die Lupe genommen und dabei auf das Sortiment der bekannten Großhändler zurückgegriffen. Getestet wurden primär die tatsächliche Herkunft der Öle sowie der ökologische Fingerprint und die Verunreinigung mit Schadstoffen.

Ergänzt wird die Testzusammenfassung durch unsere Produktempfehlungen, die auch auf Geschmack etc. eingeht.

Steirisches Kürbiskernöl – Warum es so gesund ist

Kürbiskernöl beinhaltet einen hohen Anteil als sekundären Pflanzenstoffen. Sekundäre Pflanzenstoffe gelten als Abwehrstoffe von Pflanzen und schützen vor Fressfeinen, dienen darüber hinaus auch als Wachstumsregulatoren.

In der Ernährung spielen sie bis dato nur eine untergeordnete Rolle und zählen zu den „nicht essenziellen Nährstoffen“. Dennoch werden ihnen positive Auswirkungen auf den Stoffwechselprozess und gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt.  Sie schützen möglicherweise vor Krebs, vermindern ggf. den Blutdruck und erweitern die Gefäße. Weiterhin entfalten sekundäre Pflanzenstoffe neurologische, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen. Der klinische Beweis ist allerdings umstritten.

Auch die im Kürbiskernöl enthaltenen Vitamine sowie die Linolsäure sollen sich nachhaltig auf den Cholesterinspiegel und mögliche Prostataerkrankungen und den Haarausfall auswirken – ein echter Männertraum also! In zwei koreanischen Doppelblindstudien (2009 und 2014) konnten zumindest diese Effekte bestätigt werden.

Steirisches Kürbiskernöl soll also nicht nur lecker schmecken, sondern sich auch positiv auf unsere Gesundheit auswirken.

Steirisches Kürbiskernöl – eine geografisch geschützte Marke

Unterscheiden muss man zwischen „herkömmlichen“ sowie dem Sterischen Kürbiskernöl. Letzteres ist eine geografisch Geschützte (g.g.A.) Marke und soll die regionalen Anbauer vor Kopien und ähnlichen Produkten schützen. Nur Produkte, die in der Steiermark und dem nahen Umland angebaut wurden, dürfen sich mit den entsprechenden Namen und Siegel schmücken. Zu erkennen durch eine grün-weiße Banderole und eine fortlaufende Flaschenkontrollnummer.

Gut zu wissen: Es reicht allerdings schon aus, dass lediglich einer der verschiedenen Produktionsschritte in der Region stattgefunden haben muss – die Herkunft der Rohstoffe kann also dennoch variieren!

Steirisches Öl aus dem Handel – die Testkandidaten

  • REWE Feine Welt – Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – Inhalt: 250 ml / 5,99 (23,96€ / Liter)
  • EDEKA Ölmühle Esterer Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – Inhalt: 250 ml / 5,99 (23,96€ / Liter)
  • KAUFLAND Brändle vita Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – Inhalt: 100 ml / 2,99 (29,90€ / Liter)
  • NETTO Birnstingl 100% Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – Inhalt: 250 ml / 4,99 (19,96€ / Liter)
  • EDEKA Steirisches Premium Kürbiskernöl 100% reines Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. – Inhalt: 250 ml / 14,49 (57,96€ / Liter)
  • HIT Öhlmühle Pelzmann 100% Steirisches Kürbiskernöl – Inhalt: 250 ml / 8,49 (33,96€ / Liter) -TESTSIEGER*

Der Testkriterien in der WDR-Servicezeit zum steirischen Kürbiskernöl

Getestet werden die Kürbiskernöle anhand verschiedener Kategorien in einem Österreichischen Labor von Fachleuten:

  • Herkunft: Stammen die Kürbiskerne tatsächlich aus der Steiermark und dem Umland, oder werden billigere und minderwertige Kerne aus China etc verarbeitet? Anhand des chemischen Fingerabdrucks kann die Herkunft der Kürbiskernöle eindeutig belegt werden.
  • Pestizidbelastung: Wie sieht es hinsichtlich der Belastung mit Pestiziden beim Anbau an, die ihren Weg ins fertig verarbeitete Produkt und damit unser Essen finden? Kürbiskerne können Schadstoffe aus Luft und Boden aufnehmen und in ihrem Fett besonders speichern.
  • Geschmack: Letztlich am Bedeutendsten ist selbstverständlich der Geschmack. Welches Öl schneidet am besten im Geschmackstest ab und wo lässt sich ein Schnäppchen schlagen? Drei Kürbiskernöl-Kenner verkosten die Öle in einer Blindprobe, um die Objektivität zu wahren. Bewertet werden Geschmack, Geruch, Aussehen und Konsistenz.

Steirisches Kürbiskernöl im Test: Das Ergebnis der WDR Servicezeit

Geschmack: Beim Geschmack setzen sich zwei Kürbiskernöle klar ab! Zwei von drei Testern entscheiden sich klar für das Kürbiskernöl von HIT (Ölmühle Pelzmann; 33,96€/Liter), welches das zweitteuerste steirische Kürbiskernöl im Test ist. Sowohl Farbe, Röstung, Aroma, Konsistenz und Aroma können alle drei Tester überzeugen und machen das Öl von HIT zum Testsieger in Sachen Geschmack.

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Auch Tester #3 kann sich mit dem Kürbiskernöl von HIT anfreunden, gefällt allerdings mehr Gefallen am günstigeren Kürbiskernöl von Netto (Birnstingl, 19,96€/Liter) – auch die anderen Tester finden wenig Negatives. Erstaunlich: das günstigste Öl schneidet in Sachen Geschmack besser ab als die teure Konkurrenz und ist damit klarer Preis-Leistungssieger.

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Die anderen Öle enttäuschen in Punkto Konsistenz, Röstung oder Geschmack und landen auf den Plätzen im Test der WDR Servicezeit.

In Punkto Herkunft halten alle Kürbiskernöle was sie versprechen: Die chemische Analyse des Fingerabdrucks zeigt klar auf, dass alle verarbeiteten Kürbiskerne aus der vorgesehenen Region stammen und damit das Siegen zu Recht tragen.

Bei der Pestizidbelastung bleiben allerdings ein paar Fragen offen: sämtliche Öle weisen leichte Rückstände von Giftstoffen auf, da Kürbiskerne wie angesprochen besonders empfänglich für die Aufnahme aus dem Boden, aber auch aus der Luft sind. In fünf von sechs Fällen ist die Belastung allerdings unbedenklich – lediglich das steirische Kürbiskernöl von EDEKA weißt eine stärkere Belastung auf – trotz maximalem Preis im Test.

Das Fazit im WDR-Praxischeck aus der Servicezeit zu steirischen Kürbiskernölen

Im Test gibt es zwei klare Sieger! Die Gesamtwertung sichert sich das Kürbiskernöl von Hit aus der Ölmühle Pelzmann, welches im oberen Preissegment anzusiedeln ist.

Klarer Sieger in Sachen Preis und Leistung ist das Kürbiskernöl von NETTO, welches in allen Belangen gut abschneidet, aber bis zu 40% weniger kostet, als die schlechtere Konkurrenz.